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Masernimpfpflicht auch für Heilpraktiker:innen

30.08.2022

Seit dem 1.8.2022 gilt nun die Masernimpfpflicht auch für Heilpraktiker:innen.

Am 1. März 2020 trat das Masernschutzgesetz in Kraft, das einen verpflichtenden Impfschutz gegen Masern u.a. für Personal in medizinischen Einrichtungen vorsieht. Damit müssen auch Heilpraktiker:innen und deren Mitarbeiter:innen einen vollständigen Masern-Impfschutz nachweisen.

Das Gesetz sieht einen verpflichtenden Impfschutz gegen die Virusinfektion für Gemeinschaftseinrichtungen sowie medizinische Einrichtungen und medizinisches Personal vor. Heilpraktiker:innen und ihre Beschäftigten brauchen deshalb seit dem 01.08.2022 einen Masernimpfschutz und müssen diesen durch eine Impfdokumentation oder ein ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer Immunität gegen Masern nachweisen. Wer diesen Nachweis nicht erbringt, darf in einer Heilpraxis nicht mehr tätig werden. Der Nachweis ist mit Inkrafttreten des Gesetzes Voraussetzung zur Aufnahme der Tätigkeit!

Das Masernschutzgesetz sieht drei Möglichkeiten vor, wie Personen, die unter das Masernschutzgesetz fallen, ihren Masernschutz nachweisen können:

  1. durch eine Impfdokumentation darüber, dass der nach Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) altersgerechte Impfschutz besteht,
  2. durch ein ärztliches Zeugnis über einen altersgerechten Impfschutz oder eine durch Labornachweis bestätigte bestehende Immunität (serologische Antikörperbestimmung) oder eine Befreiung von der Masernimpfung wegen einer medizinischen Kontraindikation,
  3. durch die Bestätigung einer zuvor besuchten Einrichtung oder einer staatlichen Stelle, dass ein entsprechender Nachweis dort bereits vorgelegt wurde.

Alle Beschäftigten in den besagten Einrichtungen, die nach 1970 geboren sind, müssen die Impfungen nachweisen – auch wenn sie keinen direkten Kontakt zu Patienten haben. Patienten selbst sind nicht erfasst.