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"EMDR Fortbildung" im September 2021 Teil 1

Ort: Schulungsort: Schwanallee 27-31, 35037 Marburg (im historischen Schwanhof) | Uhrzeit: Von 10:00 bis 18:00

EMDR steht als Abkürzung für „Eye Movement Desensitization on Reprocessing“.

EMDR wird in Deutschland etwa seit 1991 angewendet. 2006 hat der wissenschaftliche Beirat für Psychotherapie EMDR als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt. 

EMDR wurde in den Jahren 1987 -1991 von Dr. Francine Shapiro entwickelt. Die Geschichte begann mit einem Zufall: Auf einem Spaziergang bemerkte sie, dass stark belastende Gedanken plötzlich verschwanden und nicht wiederkamen. Sie recherchierte, was an diesem Spaziergang so besonders war und fand heraus, dass ihre Augen sich ständig, bedingt durch den Lichteinfall der Bäume, hin und her bewegten. Aus diesen zufälligen Augenbewegungen entwickelte Dr. Shapiro das Konzept einer Serie von gezielten Augenbewegungen, genannt "bilaterale Stimulation".

Ein starkes traumatisches Erlebnis beispielsweise kann dazu führen, dass die Verarbeitungsfähigkeit der neuralen Bahnen im Gehirn nicht mehr gewährleistet ist. Dies kann zu Störungen, Ängsten und Blockaden führen. Das weitere Erleben steht im Schatten der Vergangenheit.

Die Anwendung von EMDR bietet hier eine sehr gut strukturierte Psychotherapiemethode. Sie gibt dem Patienten einen stabilisierenden Rahmen und Sicherheit. Die Therapie folgt einem standardisierten Ablauf.

Das Arbeiten mit EMDR ist ein Prozess, bei dem Klient und Therapeut gleichermaßen die Veränderungen wahrnehmen können.

Milton Erickson hatte schon gesagt: „Es ist in der Therapie nie verkehrt, wenn nicht nur der Therapeut mitbekommt, dass sich beim Klienten etwas verändert hat".

Gerade hier liegt eine Stärke von EMDR!